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Sicherheit beim Smart-Home

veröffentlicht am 30. August 2016 | Kategorie: Allgemein

Immer mehr Smart-Home-Anwendungen kommen auf den Markt und eines haben Sie alle gemeinsam: Sie versprechen einen einfacheren und komfortableren Alltag. Das mag auch so stimmen. Doch es stellt sich heraus: Smart-Home-Systeme haben massive Sicherheitslücken.

Smart-Home-Grafik und Tischpflanze

Das Smart-Home

Die Haustür sperrt sich automatisch auf, wenn man sich nähert, die Heizung fährt hoch, kurz bevor man aus der Arbeit kommt, das Licht geht automatisch aus, wenn ich den Raum verlasse. Das sind alles praktische Features, um hier nur wenige aufzuführen. Dieser Luxus ist möglich durch die Vernetzung der einzelnen Geräte. Mit zusätzlichen Geräten kann die Heizung, das Licht, das Garagentor, die Haustür, die Fenster und vieles mehr mit dem Smartphone verbunden und gesteuert werden.

Internet of Things – Sicherheitslücken

Genau bei dieser umfassenden Verknüpfung entstehen aber auch Sicherheitslücken. Denn wenn alle Geräte digital verknüpft sind, sind sie auch digital angreifbar. Diese These wollten zwei Sicherheitsexperten beweisen und haben sich deshalb in verschiedene Smart-Homes eingehackt. Dabei wurde auf dem Thermostaten eine sogenannte Ransomware installiert, um die Hausbewohner zu erpressen. Eine Ransomware ist ein Erpressungsvirus, der in der Regel das gezielte System, in diesem Fall den Thermostat der Heizung, verschlüsselt und so für den eigentlichen Nutzer blockiert. Meistens wird dies genutzt, um von den Nutzern Geld zu erpressen, damit diese ihr Eigentum wieder selbst nutzen können.

Dass ein solcher Angriff tatsächlich stattgefunden hat, ist bis jetzt nicht bekannt. Die zwei Sicherheitsexperten wollten aber die gravierenden Lücken in der Sicherheit von Smart-Home-Systemen aufzeigen. Das Problem des Experiments war nicht nur, dass die Hacker erfolgreich waren; sie sind auch noch sehr einfach in das System gekommen. Das Problem ist, das die Software der Smart-Home-Anwendungen bei Sicherheitsmechanismen anderen Gebieten weit hinterher hinken. Die simpelsten Regeln der sicheren Programmierung werden hier schlichtweg missachtet, die einzige Einschränkung die die Hacker hatten, war, dass sie physikalischen Zugang zum Gerät gebraucht haben, um die Ransomware zu installieren. Hier haben die Anbieter also noch einiges nachzuholen.

Smarthome-Wandsteuerung

So können Sie sich schützen

Auch wenn es in der Pflicht der Anbieter liegt, diese Sicherheitslücken zu beheben, können auch Sie etwas tun, um sich vor einem Hackerangriff zu schützen. Sie können Ihr eigenes Netzwerk sichern und dafür sorgen, dass alle damit verbundenen Geräte, wie Computer, Smartphones und Tablets sauber von Schadsoftware halten.

Mögliche Folgen

Vielleicht denken Sie sich jetzt: Dann hackt sich halt jemand in meine Heizung, na und? Die möglichen Folgen gehen aber darüber hinaus. Zum einen ist auch schon eine abgeschaltete Heizung im Winter extrem unangenehm. Außerdem kann aber so auch jemand Ihre gesamten Daten mitlesen oder sich in Ihr digitales Türschloss hacken und Ihr Haus ausräumen. Hacker können auch sämtliche verknüpfte Geräte auf einmal aufdrehen, was zum Beispiel bei gleichzeitigem Betrieb von Klimaanlage und Heizung nicht nur unangenehm ist, sondern sich auch merklich auf die Stromkosten niederschlägt. Da man so auch die Geräte ständig ein- und ausschalten kann, könnten Hacker so Ihr gesamtes Heizsystem zerstören.

Wenn Sie Smart-Home-Anwendungen in Ihr Zuhause integrieren wollen, sollten Sie den Hersteller auf Sicherheitsaspekte ansprechen und notfalls noch ein wenig warten, bis diese Lücken behoben worden sind.